Hinterglasmalerei als Technik der Klassischen Moderne 1905-1955

 

Im Rahmen des Förderprogramms „Forschung in Museen“ hat die VolkswagenStiftung, Hannover dem Museum Penzberg - Sammlung Campendonk zusammen mit den Kooperationspartnern der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Berlin und mit dem Doerner Institut, München das Forschungsprojekt „Hinterglasmalerei als Technik der Klassischen Moderne 1905-1955“ bewilligt. Das dreijährige Projekt startete im Oktober 2015.

Die Technik der Hinterglasmalerei wurde durch Gabriele Münter 1908/09 in die Gruppe von Künstlern, die später unter dem Namen „Der Blaue Reiter“ mit Ausstellung und Almanach berühmt wurden, als Anregung eingebracht. Von hier aus wurde die Technik weiter verbreitet: August Macke brachte sie aus Bayern bei seiner Rückkehr in die Gruppe der Rheinischen Expressionisten ein. Die Berliner Avantgardegalerie „Der Sturm“ wurde zu einem weiteren Zentrum und auch am Bauhaus entstanden Hinterglasbilder.

„Hirte“, August Macke, um 1912,
Privatsammlung (Foto: © Michael Aust)

Obwohl gerade die Klassische Moderne sehr gut erforscht ist, hat sich die Kunstgeschichte bisher nicht eingehend mit dieser Werkgruppe beschäftigt, die keineswegs nur ein Randphänomen war. Der grundsätzlich experimentelle Charakter der Hinterglasmalerei in der Zeit zwischen 1905 und 1955 schuf als nicht-akademische, dem Kunsthandwerk entlehnte Technik ein Feld für individuelle künstlerische Entwicklungen. Die interdisziplinäre Forschung von Kunsthistorikern, Restauratoren und Naturwissenschaftlern eröffnet mit ihren Untersuchungen die Chance, einen tiefgehenden Einblick in künstlerische und maltechnische Experimente zu nehmen.

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