Hinterglasmalerei: Maltechnik und Geschichte

Über das Wesen der Hinterglasmalerei

Hinterglaskunst im europäischen Kulturraum erzeugte an fürstlichen Höfen, beim Klerus, Bürger und Bauern allgemeines Erstaunen und Bewunderung. Die besondere Herstellungsform eines seitenverkehrt angelegten Bildes blieb seit der Antike bis heute identisch, auch wenn sich Darstellungen, Materialien und kunsthandwerkliche Techniken änderten. Glasveredelung in Form von Hinterglasmalerei erreichte vom 16. bis 18. Jahrhundert seine künstlerische Blüte und erfuhr in den unterschiedlichen Zentren, bedingt durch politische Erschütterungen, wirtschaftliche Zusammenbrüche oder modische Veränderungen, ihren Wandel. mehr...

Über die Technik der Hinterglasmalerei

Das »Malen« hinter Glas macht nicht allein diese Kunstform aus. Zahlreiche weitere Veredelungsformen kennzeichnen die Spielarten von Hinterglaswerken. Die künstlerische Herausforderung liegt immer in der technischen Notwendigkeit eines umgekehrten Malvorganges. Die oberste, durch das Glas sichtbare Schicht muss zuerst auf den Bildträger Glas aufgebracht werden, und der optische Malgrund wird zuletzt aufgetragen. Als Hinterglasmalerei gilt demzufolge jede Verzierung auf der – vom Betrachter aus gesehen – hinteren Seite eines transparenten Bildträgers, sofern diese unmittelbar auf diesem haftet. Es spielt keine Rolle, ob die Dekoration mit Pinsel und Farbe gemalt oder auf andere Weise aufgebracht wurde. Anwendung finden auch aufzuklebende Materialien wie Blattmetall aus Gold, Silber, Zwischgold, sprich auf Blattsilber geschlagenes Blattgold, oder Messing (Schlagmetall), Metallpulver, Spiegelbelag, kolorierter Kupferstich, bedrucktes Papier, bemaltes Pergament, Leinwand oder Seide, Perlmutt, Wachs oder die belichtete und anschließend bemalte Gelatinefolie einer Fotografie. mehr...

Über die Erforschung der Hinterglasmalerei

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Hinterglasmalerei in ihrer Vielfalt ist ein relativ junges Forschungsfeld. Obwohl diese Kunstform eine eigenständige Gattung der Kunstgeschichte darstellt, begegnete man ihr lange mit Unkenntnis, Missverständnis und sogar Geringschätzung. mehr...

Über das Glas

Klares, farbloses Glas war in den Anfängen der Hinterglaskunst, im Mittelalter und in der Neuzeit ein äußerst kostbarer Werkstoff, von der Wertigkeit vergleichbar mit Gold und Silber. Qualität und Quantität der Bilder waren somit bedingt durch die Verfügbarkeit des Glases. Die Herstellungstechniken wie das Zylinderblas- und Mondscheibenverfahren sowie das Gieß- und Streichverfahren erlaubten über die Jahrhunderte mit fortschreitender Technik immer größere und auch preiswertere Glastafeln. mehr...

Über die Rahmen

Ein Hinterglasbild als Wandschmuck verlangt einen passenden Rahmen. Meist ist dieser von hinten mit einem hölzernen Deckbrett versehen, um das fragile Glas zu schützen. Varianten der Rahmung gingen mit der Wertigkeit des Bildes einher, ob als reich geschnitzter Goldrahmen oder einfache Waschgoldleiste, als Rahmen mit Edelholzfurnier oder einfacher, schwarz gefasster Profilleistenrahmen aus Weichholz, als Doppelleistenrahmen mit Spiegeleinlagen oder ornamentaler Bemalung. mehr...

Über die Kunsttechnologie

Zu den Maltechniken der Hinterglasmalerei steht Ihnen folgende Information zur Verfügung.

Über die Geschichte der Hinterglasmalerei

Zur Geschichte der Hinterglasmalerei steht Ihnen folgende Information zur Verfügung.